Erzbistum Köln – Partnerschaft mit Erzbistum Tokio – 27. Januar 2019 – Kollekte für Myanmar

17. Januar 2019 Newsdesk/mac
Die Erzbischöfe von Tokio und Köln: Tarcisius Isao Kikuchi und Rainer Maria Kardinal Woelki (v.l.)

Am 27. Januar 2019 sammeln die Erzbistümer in Köln und Tokio gemeinsam eine Kollekte zugunsten der Priesterausbildung in Myanmar, einem der ärmsten Länder der Welt. Anlass dafür ist der „ Tokyo-Sonntag“: Er erinnert an die 65 Jahre alte Partnerschaft der Erzbistümer Köln und Tokio. In den Gottesdiensten am Samstagabend und Sonntag wird daher in den Fürbitten die Verbundenheit ausgedrückt. Gebetet wird für den Priesternachwuchs in dem japanischen Bistum. Gleichzeitig zum „ Tokyo-Sonntag“ im Erzbistum Köln wird im Erzbistum Tokio der „Köln-Sonntag“ gefeiert.

Im Kölner Dom feiert Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp um 10 Uhr das Kapitelsamt anlässlich des Tokyo-Sonntags.

Kardinal Frings gründete die Partnerschaft 1954

Seit 65 Jahren gibt es die "Gemeinschaft des Betens und gegenseitigen Sich-Helfens". Mit diesen Worten umriss der Kölner Kardinal Josef Frings das Ziel der Partnerschaft, die er und sein japanischer Amtsbruder Peter Tatsuo Doi aus Tokio im Jahr 1954 ins Leben riefen. Ganz bewusst wollte der Kölner Erzbischof in den Zeiten des deutschen "Wirtschaftswunders" keine Einweg-Patenschaft, sondern eine partnerschaftliche Gemeinschaft zwischen den Erzbistümern Köln und Tokio.

Anfangs stand die materielle Hilfe im Vordergrund. So beteiligte sich das Erzbistum Köln finanziell stark am Neubau der Marien-Kathedrale von Tokio, die 1964 konsekriert wurde. In besonderer Weise engagierte sich das Erzbistum Köln auch an der jesuitischen Sophia-Universität in Tokio.

Eine finanzielle Unterstützung aus Köln für das Partnerbistum Tokio ist schon seit dem japanischen Wirtschaftsaufschwung der 1960er – und 70er Jahre nicht mehr nötig.

Bischöfe besuchen Bistümer und beleben die Partnerschaft

Die Partnerschaft liegt beiden Bistümern am Herzen. Im vergangenen Jahr besuchte der neue Erzbischof von Tokio, Tarcisius Isao Kikuchi das Erzbistum Köln. Er hat sich über den Pastoralen Zukunftsweg informiert und beim Pontifikalamt zum 100-jährigen Bestehen der kfd konzelebriert.

Auf dem Programm stand auch ein Besuch der japanisch-sprachigen Gemeinde in Düsseldorf. Dort spendete er einer japanischen Familie die Taufe.

Im Dezember 2017 wurde der neue Erzbischof von Tokio, Tarcisius Isao Kikuchi, in sein Amt eingeführt. Der Steyler Missionar Kikuchi folgt auf Peter Takeo Okada. Zur Einführung Kikuchis war der Kölner Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp nach Japan gereist.

Christliche Minderheit in Tokio: 0,5 % Katholiken

Christen sind in Japan eine Minderheit. Auf dem Gebiet des Erzbistums Tokio leben etwa 19 Millionen Menschen, nur etwa 96.000 davon sind katholisch. 1891 wurde das Erzbistum Tokio gegründet, nachdem das Christentum bis 1873 in Japan offiziell verboten war. Seit Dezember 2017 ist Tarcisius Isao Kikuchi Erzbischof von Tokio.

Kollekte für die Kirche in Myanmar

Gemeinsam führen beide Bistümer seit vielen Jahren eine Kollekte zugunsten der Priesterausbildung in Myanmar (früher: Burma) durch. Myanmar ist eines der ärmsten Länder der Welt.

Die katholische Kirche bildet in Myanmar eine kleine Minderheit. Nur etwa 1 % der Bevölkerung ist katholisch. Die Kirche versteht ihren Einsatz als Dienst an allen Myanmaren und fördert den Dialog jenseits von Religion und Ethnie.