Weltkirche - Partnerbistum Tokio – Umfangreiches Programm

3. Dezember 2018 Newsdesk/mth, KIZ/Schoon
Erzbischof Kikuchi tauft den dreijährigen Akihito auf den Taufnamen Franzisko Xaver.

Düsseldorf/Köln. Zum ersten Mal besucht der neue Erzbischof von Tokio, Tarcisius Isao Kikuchi, sein Partnerbistum im Rheinland. Im Rahmen seiner Visite im Erzbistum Köln, zu dem das Erzbistum Tokio seit 1954 partnerschaftliche Beziehungen unterhält, besuchte Kikuchi die japanischsprachige Gemeinde in Düsseldorf. Viele ihrer Mitglieder waren zu dem Gottesdienst gekommen.

Erzbischof von Tokio tauft Familie in Düsseldorf

Einen Samstagnachmittag, den sie so schnell wohl nicht vergessen werden, erlebte am Wochenende die Familie Fujitani aus der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus Xaverius. Der Erzbischof von Tokio, Tarcisio Isao Kikuchi, spendete Yu Fujitani, seiner Ehefrau Chiharu und den Kindern Yuwa, Akihito und Yuri gemeinsam die Taufe. 

Jeder könne Gutes tun, auch Atheisten, sagte der Erzbischof der japanischen Hauptstadt in seiner Predigt. Für Christen sei der Anspruch allerdings noch höher: „Gott möchte, dass wir unser ganzes Ich für das Gute einsetzen“, so Kikuchi, welcher der Ordensgemeinschaft der weltweit tätigen Steyler Missionare angehört.

Nach der fünffachen Taufe, der Entzündung der Taufkerzen sowie der Spendung des Firmsakraments an die beiden Eltern, wurden nach japanischer Tradition die Taufnamen verlesen. So erhielt Yu Fujitani den Namen Jakob, seine Frau wurde nach der heiligen Elisabeth benannt. Die Kinder Yuwa (6), Akihito (3) und Yuri (1) bekamen die Taufnamen Johanna, Franzisko Xaver und Maria.

Japanische Gemeinde in Düsseldorf

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst durch die Schwestern von der Liebe Jesu. Die japanische Ordensgemeinschaft, die auf Einladung von Joseph Kardinal Frings ins Erzbistum Köln kam, um in der Kinder- und Seniorenbetreuung mitzuarbeiten, leitet in Düsseldorf den katholisch-japanischen Kindergarten. Über diesen fand auch Familie Fujitani den Weg zum Glauben, der mit der festlichen Tauffeier besiegelt wurde.

Im Pfarrzentrum von St. Franziskus Xaverius nutzten Taufgesellschaft und Gemeindemitglieder die Chance, das Gespräch mit dem weitgereisten Gast zu suchen. Auch überreichten sie dem Erzbischof eine Karte mit nachträglichen Glückwünschen zum 60. Geburtstag. Kikuchi gab den Dank gerne zurück. Er hoffe, dass die Freundschaft zwischen den Köln und Tokio noch lange fortbestehe und dankte auch der katholischen Kirche in Deutschland, dass sie japanische Gemeinden unterstütze, erklärte der Erzbischof.

Auf dem Kölner Dom

Bereits am Freitag führte Dompropst Gerd Bachner die japanischen Gäste durch den Kölner Dom und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßte Erzbischof Kikuchi am Freitagnachmittag, bevor sie zusammen das Pontifikalamt zum 100-jährigen Bestehen der kfd im Kölner Dom zelebrierten.

Tarcisius Isao Kikuchi

Tarcisius Isao Kikuchi war von 2004 bis 2017 Bischof von Niigata, davor sechs Jahre lang Direktor der Caritas Japan. Seit 1985 gehört er der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare an. Im Oktober 2017 wurde Kikuchi von Papst Franziskus zum Erzbischof von Tokio ernannt.

Jahrzehntelange Verbundenheit mit dem Erzbistum Tokio

Zwischen dem Erzbistum Köln und dem Erzbistum Tokio besteht seit 1954 eine Gebets- und Hilfspartnerschaft, die die damaligen Erzbischöfe Kardinal Frings und Peter Tatsuo Doi ins Leben riefen. Seitdem wird im Erzbistum Köln jedes Jahr am letzten Sonntag im Januar der „Tokyo-Sonntag“ gefeiert. Mit den Erträgen der alljährlichen Kollekte an diesem Sonntag haben die Katholiken unter anderem zum Ausbau der katholischen Sophia-Universität beigetragen.