Begegnung mit Menschen und Kultur - Reliquie der Hl. Drei Könige überreicht

9. März 2016 StA Kommunikation/Je

Im Partnerbistum Tokio sind Rainer Kardinal Woelki und Generalvikar Dr. Dominik Meiering derzeit zu Besuch. Vom 3. Bis 10. März lernen Sie Menschen, Kultur und Glaubensrealität im japanischen Tokio kennen. Bei der Reise handelt es sich um den Antrittsbesuch des Kölner Erzbischofs in der Partnerdiözese.

 

Reliquie der Heiligen Drei Könige überreicht

Anlässlich des 50. Jubiläums der Tokioter Marienkathedrale überbrachte die Delegation aus dem Erzbistum Köln am Sonntag ein besonders Geschenk: eine Reliquie der Heiligen Drei Könige. In einem festlichen Gottesdienst wurde die Reliquie mit großer Hochachtung und Ehrfurcht vom Tokioter Erzbischof Peter Takeo Okada in Empfang genommen. Ihren Platz hat Sie nun in der Marienkathedrale neben der Büste des heiligen Japanmissionars Franziskus Xavier gefunden. Mit dabei waren der japanische Nuntius Joseph Chennoth, die Weihbischöfe und weitere hohe kirchliche Vertreter.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich Gäste und Gastgeber zu einem festlichen Essen nach japanischer Tradition- mit Stäbchen natürlich...

 

Reiseprogramm mit beeindruckender Kultur

Immer wieder steht die Begegnung mit vielen interessanten Menschen und beindruckender Kultur im Mittelpunkt der Reise. So besichtigte die Kölner Delegation am 7. März mit Weihbischof Kazhiro Moro das neue „Glaubens- und Evangelisierungszentrum Shinsei-Kaikan“ der Erzdiözese Tokio, das sich derzeit im Bau befindet. Die Fundamente und der Keller stehen bereits. Möglich wird der Bau für das verhältnismäßig kleine Erzbistum Tokio – weniger als 1 Prozent der Einwohner sind katholisch – durch einen finanziellen Zuschuss des Erzbistums Köln von 2 Millionen Euro.

 

In seiner Ansprache vor Ort hob Kardinal Woelki hervor, wie wichtig es sei, religiöses Zeugnis abzugeben, gerade in einer Gesellschaft, in der bisher erst ein Prozent der Menschen bereits etwas von Jesus Christus gehört habe. Darüber hinaus betonte er, dass für uns als Europäer auch die Begegnung und der Austausch wichtig seien. Von den Erfahrungen der japanischen Katholiken in der Begegnung mit nichtchristlichen Menschen könne man viel lernen. So seien diese Erfahrungen im Umgang mit Nicht-Gläubigen in einer schrumpfenden Kirche sehr wertvoll, um auch im Erzbistum Köln auf solche Menschen besser zugehen zu können.

 

Begegnung mit ehemaligen Kölnern

Am Rande des Reiseprogramms traf Generalvikar Dr. Dominik Meiering einige Jugendliche und Frauen der Gemeinschaft „Dienerinnen des Evangeliums“ wieder, die in Köln während seiner Zeit als Stadtjugendseelsorger beim Jugendzentrum Crux aktiv mitgeholfen hatten.

 

Die japanischen Schwestern, die für das Erzbistum Köln auch in der Kölner City und in einem  Kindergarten in Düsseldorf im Einsatz sind, bereitete der Kölner Delegation einen herzlichen Empfang mit Gesang und Tanzeinlagen. Für Meiering war es eine "Begegnung in großer christlicher Freude".

 

Ehrendoktorwürde für Flüchtlingsarbeit

Ein letzter Höhepunkt stand zum Abschluss der Reise am Mittwoch, 9. März an: In Anerkennung der Verdienste in der Flüchtlingsarbeit und der Positionierung der Kirche für eine Willkommenskultur hat die päpstliche Sophia-Universität Tokio dem Kölner Erzbischof Rainer Kardinal Woelki die Ehrendoktorwürde verliehen.

 

Diese akademische Auszeichnung nahm Kardinal Woelki gerne entgegen. Er versteht sie als Ansporn, in seinen Bemühugen nicht nachzulassen, "die vielfältigen Herausforderungen der Gesellschaft immer nachhaltiger wahrzunehmen: zum Beispiel bei Migranten, Flüchtligen, Wanderarbeitern, Armen, Alten, Sterbenden, von Euthanasie Bedrohten", wie er in seiner Dankesrede betonte.

  

Bistumspartnerschaft seit 1954

Die Partnerschaft des Erzbistums Köln mit dem Erzbistum Tokio besteht bereits seit 1954. Gegründet wurde die sogenannte „Gebets- und Hilfsgemeinschaft“ vom damaligen Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings. Inzwischen hat sich die Gemeinschaft um einen dritten Partner erweitert: Gemeinsam unterstützen die Erzbistümer Köln und Tokio nun die Kirche in Myanmar. So wird beispielsweise mit der Kollekte des jährlich Ende Januar im Erzbistum Köln stattfindenden Tokio-Sonntags die Ausbildung von Priestern in Myanmar gefördert.