Erzbistum Köln – Pädagogische Woche – Eröffnung

6. November 2018 (pek181106-wey)

Köln. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat die Bedeutung des Religionsunterrichts und der katholischen Schulen für das gesellschaftliche Zusammenleben hervorgehoben. Im Rahmen einer Rede zum Auftakt der Pädagogischen Woche des Erzbistums Köln sagte er am Montag, 5.11. im Kölner Maternushaus, dass im Bildungsbereich gerade der Religionsunterricht der Ort sei, an dem die Werte vermittelt werden könnten, die zum Allgemeingut der Gesellschaft gehörten.

Weiterhin unterstrich Laschet die besondere Relevanz der persönlichen Ansprache der Schüler durch die Lehrenden: „Daher ist die Aufgabe, die Religionslehrerinnen und -lehrer, Religionspädagogen und auch kirchliche Schulen haben, so wichtig für die Gesamtgesellschaft, dass man sie gar nicht hoch genug einschätzen kann.“

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki betonte während des Pontifikalamts zur Eröffnung vor allem die großen Herausforderungen, vor denen Lehrer heute stehen. Dazu zähle nicht nur die Vermittlung des Lehrstoffs. Entscheidend seien oft die menschlichen Herausforderungen, die aus dem Kollegium, von Eltern und Schülern an die Lehrer herangetragen würden: „Ich bin mir bewusst und höre es auch immer wieder bei Besuchen in den Schulen, wie sehr damit oft auch ganz existenzielle Erfahrungen verbunden sind. Mag es sein, dass sich die Eltern getrennt haben, mag es sein, dass die Großeltern verstorben sind oder einfach ein lieber Mensch.“ Vor diesem Hintergrund sei es auch wichtig für Lehrer, sich der Antworten auf existenzielle Fragen, wie zum Beispiel auf die Frage nach dem Tod, noch einmal zu vergewissern: „Unser christlicher Glaube taugte nichts, wenn es ihm nicht gelänge, eine Antwort auf die Frage nach ihm zu geben.“

Gelegenheiten für diese Vergewisserung soll auch die Pädagogische Woche der Hauptabteilung Schule/Hochschule des Erzbistums Köln bieten, die in diesem Jahr unter dem Motto „Was uns der Tod zu denken gibt – Vom Anfang im Ende“ steht.

Die Leiterin der Schulabteilung, Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, erklärte dazu: „Dieses Thema geht uns alle im Innersten an. Der Tod wird nicht irgendwann einmal als etwas Fremdes auf uns zukommen, sondern wir wissen, dass der Tod jederzeit eintreten kann – durch Unfall, Krankheit oder Gewalt. Von heute auf morgen ist dann das in sich stabil scheinende Leben dahin.“

Noch bis zum 9. November können die Teilnehmer der Fortbildungswoche verschiedene Workshops besuchen, in denen unter anderem gefragt wird, wie Kinder und Jugendliche mit dem Thema Tod umgehen und welche Herausforderungen Tod und Trauer für Schule und Unterricht mit sich bringen.

Die Pädagogische Woche ist die größte regelmäßige Fortbildungsveranstaltung für den katholischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen, mit jährlich zwischen 800 und 1000 Teilnehmenden. Sie wird von der Hauptabteilung Schule/Hochschule des Erzbistums Köln in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildung (IfL) organisiert und findet in diesem Jahr bereits zum 36. Mal statt.