Drei Fragen an die Weihekandidaten 2020

Am 19. Juni findet die Priesterweihe im Kölner Dom statt. Die angehenden Priester haben für den Newsletter des Erzbistums Köln drei persönliche Fragen beantwortet, zum Beispiel ob sie lieber ans Meer oder in die Berge reisen oder welcher Beruf sie neben dem des Priesters noch interessiert hätte....

Udo Casel, Praktikums- und Einsatzpfarrei: Seelsorgebereich Königswinter – Am Oelberg

Einen guten Priester macht in meinen Augen aus, dass er... eine gute Beziehung zu Christus und Liebe zu den Menschen hat.

Berge oder Meer? In den Ferien reise ich gerne ins Saastal im Schweizer Kanton Wallis. Dort wohne ich schon seit vielen Jahren einige Wochen auf einer Berghütte auf 1800 Metern.

Wenn ich eine Person der Bibel treffen könnte, dann... wäre das auf jeden Fall Jesus, weil er uns auf faszinierende Weise gezeigt hat, wie Gott ist.

Markus Höfer, Praktikumspfarrei: Seelsorgebereich St. Margareta, Düsseldorf-Gerresheim; Heimatgemeinde: St. Josef, Langenfeld

Einen guten Priester macht in meinen Augen aus, dass er... jederzeit ein offenes Ohr für die Menschen hat und für sie da ist.

Berge oder Meer? In den Ferien reise ich gerne in die Berge, am meisten nach Österreich.

Wenn ich nicht Priester geworden wäre, wäre mein anderer Traumberuf… Rennfahrer gewesen.

Benedikt Kellermann, Praktikumspfarrei; Seelsorgebereich Sülz/Klettenberg, Köln; Heimatgemeinde: St. Philipp Neri, München


Berge oder Meer? In den Ferien reise ich gerne in die Alpen zum Wandern. Da ich aus der Umgebung von München stamme, sind die Berge auch immer ein Stück Heimatgefühl.

Wenn ich eine Person der Bibel treffen könnte, dann wäre das Abraham. Da seine Beziehung mit Gott, meiner Meinung nach, außergewöhnlich ist.

Wenn ich nicht Priester geworden wäre, wäre mein anderer Traumberuf in der Entwicklung von Fortbewegungsmaschinen sei es Auto oder Flugzeug mitzuwirken.

Matthias Stahl, Praktikumspfarrei: Seelsorgebereich St. Laurentius, Bergisch Gladbach, Heimatgemeinde: St. Philipp Neri, München


Einen guten Priester macht in meinen Augen aus, dass er... den Menschen durch Wort, Sakramente und Leben Christus näher bringt.

Es könnte in der Kirche alles so einfach sein, wenn wir Christus mehr lieben.

Berge oder Meer? In den Ferien reise ich gerne an einen See in die Nähe der Berge.

Johannes Winkeler, Praktikumspfarrei: Sendungsraum Euskirchen - Bleibach/Hardt; Heimatgemeinde: St. Vitus, Löningen

Berge oder Meer? In den Ferien reise ich gerne nach...in die schottischen Highlands.

Wenn ich nicht Priester geworden wäre, wäre mein anderer Traumberuf... Anwalt. 

 

Priesterweihe 2020 – Kölner Dom – Herz-Jesu-Fest

2. Juni 2020 (pek200602-sam)

Köln. Am Herz-Jesu-Fest, am 19. Juni, wird der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki drei Diakone des Erzbischöflichen Priesterseminars, zwei Diakone des Erzbischöflichen missionarischen Priesterseminars Redemptoris Mater Köln sowie zwei Diakone, die zur Priesterbruderschaft der Missionare des Hl. Karl Borromäus gehören, zu Priestern weihen.

Die Feier der Weiheliturgie findet – unter Achtung der derzeitigen Ordnungs-, Hygiene- und Abstandsregeln – im Kölner Dom statt. Im Dom mitfeiern kann nur, wer über das Erzbischöfliche Priesterseminar eine Einlasskarte erhält. 

Domradio.de und EWTN übertragen am 19. Juni um 16 Uhr den Gottesdienst live.

Die diesjährigen Priesteramtskandidaten sind:

  • Riccardo Aletti, Praktikumspfarrei: Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord
  • Udo Casel, Praktikums- und Einsatzpfarrei: Seelsorgebereich Königswinter – Am Oelberg
  • Markus Höfer, Praktikumspfarrei: Seelsorgebereich St. Margareta, Düsseldorf-Gerresheim; Heimatgemeinde: St. Josef, Langenfeld
  • Benedikt Kellermann, Praktikumspfarrei; Seelsorgebereich Sülz/Klettenberg, Köln; Heimatgemeinde: St. Philipp Neri, München
  • Nicola Robotti, Praktikumspfarrei: Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord
  • Matthias Stahl, Praktikumspfarrei: Seelsorgebereich St. Laurentius, Bergisch Gladbach, Heimatgemeinde: St. Philipp Neri, München
  • Johannes Winkeler, Praktikumspfarrei: Sendungsraum Euskirchen - Bleibach/Hardt; Heimatgemeinde: St. Vitus, Löningen

Kurzfristig hat Kardinal Woelki entschieden, dass die beiden Ordensleute Nicola Robotti und Riccardo Aletti aus Italien, die wegen der Coronakrise nicht in ihrer Heimat geweiht werden können, ebenfalls in diesem Jahr im Kölner Dom die Priesterweihe empfangen sollen.

Nach der Weihe können die Neupriester der Eucharistiefeier vorstehen, das Sakrament der Versöhnung erteilen und die Krankensalbung spenden. Wie und wann die diesjährigen Priesteramtsanwärter ihre ersten Heiligen Messen – die sogenannten Primizen – halten, ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht abzusehen.

Der Weg zum Priester

Der Weg zum Priester dauert in der Regel acht Jahre. Nach einem fünfjährigen Theologiestudium beginnt der zweite Ausbildungsblock. Die Kandidaten werden nun in das Kölner Priesterseminar aufgenommen. Nach zwei Monaten Vorbereitung arbeiten sie in ihrer Ausbildungsgemeinde. Praktische und theoretische Elemente werden also verknüpft.

Nach dem ersten Seminaristenjahr werden die Kandidaten zu Diakonen geweiht. Sie dürfen nun predigen, taufen, trauen sowie beerdigen. Nach einem weiteren Jahr in der Ausbildungsgemeinde und im Seminar folgt die Weihe zum Priester. 

Eine Kölner Besonderheit ist das sogenannte Neupriesterjahr: Die Männer bleiben auch nach der Priesterweihe für ein weiteres Jahr in ihren Ausbildungsgemeinden, um in ihre veränderte Rolle hineinzuwachsen.

 

Hinweis für die Redaktionen: Akkreditierung für die Priesterweihe im Kölner Dom bis Donnerstag, 18. Juni, 12 Uhr, bei Markus Frädrich, presse@koelner-dom.de oder Tel. 0221 17940 120.